16. März 2010

Neuer Plan – Neuer Blog

Abgelegt unter: Allgemeines — Bodo @ 11:19

Die Reise rund Südschweden ist abgeschlossen. Dieser Blog könnte sicher noch etwas Tuning vertragen. Vielleicht später …

Es gibt einen neuen Blog über die Reise zu den nördlichen Sporaden Griechenlands im Frühjahr 2010:

http://www.bodosegelt.de/Volos2010/wordpress/

9. August 2009

Rückblick: Heiligenhafen bis Simrishamn

Abgelegt unter: Rückblick — Bodo @ 12:08

Abfahrt:    27. Juni 2009, 12.00 Uhr, Heiligenhafen

Ankunft:   29. Juni 2009, 02.20 Uhr, Simrishamn

Geloggte Distanz:          161,5 sm

Wind:        anfangs NE 5, später um NE 3-4

Track:       1 Heiligenhafen bis Simrishamn (anzusehen mit Google Earth )

Verwandter Artikel: Heiligenhafen bis Visby

 Wir waren anfangs noch etwas schüchtern und gurkten westlich der Brücke unter Vorsegel rum, um die Elke kennen zu lernen: Unter Genua (Video) 

Andere waren regattamäßig unterwegs: Regatta vor der Fehmarnbrücke (Video)

Als wir gegen drei Uhr genug davon hatten, wollten wir die Genua bergen und unter Motor die Lage östlich der Brücke erkunden. Das Vorstag rollte drei Mal rum und dann bewegte sich gar nichts mehr. Ausrollen ging. Einrollen ließ sich das Segel ein kleines Stück. Merkwürdig. Männer wie wir sind, haben wir selbverständlich all unsere unverbrauchte Kraft darangesetzt, das Segel auf zu rollen. Und haben dabei glatt die Reffleine zerrissen. Glücklicherweise ging nichts Anderes kaputt.

Vom Vordeck aus, in etwas andere Richtung fahrend gelang es Karsten dann, die Genua einzurollen.

Um es vorweg zu nehmen: Das Spiel ging noch ein paar Mal so. Nicht nur beim Einrollen des Segels, sondern auch beim Setzen. Drei Umdrehungen und dann Stillstand. Auch das Durchsetzen des Fockfalls half nichts.

Erst nach drei Tagen habe ich die Lösung gefunden: Ein Einfaltspinsel von PCO hatte das Spinakerfall am Bugkorb festgebunden. Weil es mich nicht gestört hatte, dachte ich mir: “Wird schon richtig sein.” Dieses Fall hat sich aber beim Aus- und Einrollen des Segels um das Vorstag gewickelt, weil es sich in der Rolleinrichtung am Kopf des Vorsegels verhakte. Meistens, aber eben auch nicht immer. Daher die drei Umdrehungen, die das Vorstag mitmachte und dann nicht mehr weiter drehte. Da dies ziemlich weit oben passierte und das Spinakerfall vom Segel verdeckt war, habe ich das Problem erst nach Tagen gelöst.

Einiges kann man im oben genannten Artikel lesen und auch noch ein paar Bilder anschauen.

So sah unser Wachplan aus:Wachplan

Dieser Plan ist gut für zwei Wachführer und zwei weitere Crewmitglieder. Dann wechseln die Zusammensetzungen der Wache. In unserem Fall wäre es gut gewesen die Sechs-Stunden-Tagwachen auch auf Andreas, Felix und Tobias anzuwenden. Dann hätten a) die Wachzusammensetzung gewechselt und b) die Wachzeiten der drei. Es waren aber alle zufrieden gewesen.

Simrishamn ist ein hübsches Städtchen. Der Hafen bietet alles, was das Seglerherz begehrt. Gastplätze sind auch im hinteren Teil des Hafens bei der Tankstelle. Es ist dort tief genug und ich hatte nur zu früh die Nerven verloren und an einer anderen Yacht im vorderen Teil des Hafens festgemacht. Die junge Frau vom Hafenbüro war auch sehr nett gewesen. Wir brauchten wegen unserer kurzen Verweildauer nichts bezahlen und durften die sanitären Einrichtungen trotzdem benutzen. Feine Sache.

6. August 2009

Zurück in Heiligenhafen

Abgelegt unter: Allgemeines, Auf See — Bodo @ 19:55

Diesen Artikel bin ich nun schon einige Tage schuldig …

Letzte Woche Freitag sollte nun unser letzter Tag auf der Elke sein. Der Motor lief im Hafen, wenn wir seiner auch nicht gewiß waren. Das Vorsegel hatten wir noch vor dem Frühstück ausgewechselt. Das haben wir das erste Mal getan und es war gar nicht so schlimm, auch wenn der Wind noch mit Stärke 3 bis 4 dabei störte.

Schönes Wetter war angesagt. Der Wind blies aus Südwest mit 4 bis 5 bft. Sonnenschein. So motorten wir gegen acht Uhr aus dem Hafen. ( Unter Beachtung der Kardinaltonne. ;-)  )  Nachdem wir das Fahrwasser verlassen hatten, setzten wir das Großsegel mit Reff 2 und das Vorsegel, zunächst auch gerefft, und schon rauschten wir über die Ostsee. Es war wirklich schönes Segeln. Die Wellen erreichten zwar immer noch ab und zu zwei Meter, aber das störte nicht wirklich. Es war ein guter Abschluss bis zur Einfahrt in Heiligenhafen.

Als wir dort versuchten den Motor zu starten, ließ er sich mindestens fünf Minuten bitten. Ich dachte schon wir müssten vor der Einfahrt ankern und uns in den Hafen schleppen lassen. Schließlich lief er doch und ich beschloß gleich an einer Pier (Fäkalienabsaugsteg) längsseits zu gehen. Das Risko ohne Motor im Hafen zu treiben, zwischen verschiedenen anderen Yachten, die auch tanken wollten, war mir zu groß. Und so haben wir es auch getan und wir haben es gut gemacht.

Bei der Übergabe wurde dann der Dieselfilter untersucht und Wasser und Bakterien gefunden. Leider läuft so ein Dieselmotor nicht mit Wasser. Wir sind uns keiner Schuld bewußt. Ich denke, dass der Tank in den fünf Jahren der Nutzung der Yacht  möglicherweise nie gereinigt worden ist und die Schaukelei mit halbvollem Tank am Vortag den Ärger verursacht hat.

Die Übergabe erfolgte ansonsten reibungslos. Ich bekomme noch eine Rechnung, der ich mit ein wenig gemischten Gefühlen entgegensehe. Wir werden sehen.

Das Ende des Urlaubs auf See mit kleinen Hindernissen kann aber die überwältigend guten Erlebnisse nicht wirklich mindern. Es war so absolut obertoll, dass ich noch eine Weile brauchen werde, um das Erlebte zu verdauen. Dieser Blog ist damit auch noch nicht abgeschlossen. Vieles ist noch nicht geschrieben, viele Bilder, Videos und die Tracks, mit denen man unsere Route verfolgen kann, sind noch hoch zu laden. Dies braucht noch eine kleine Weile. Ich bitte um Verständnis.

2. August 2009

Eins auf die Nase

Abgelegt unter: Auf See — Bodo @ 10:48

Drei Tage ist es her. Es war unser vorletzter Tag. Vor uns etwa 50 Seemeilen. Der Himmel grau. Regenschauer sind angesagt und Südwestwind bis Stärke 6. In unserer Ankerbucht liegen wir geschützt, noch sind es 4bft aus Süd. Anker auf, die Fahrrinne gesucht, Brücke unterquert und Segel hoch und schon ist der Wind alle. Also Segel wieder runter.

Nach der nächsten Brücke kommt der Wind wieder. Südwest, angenehme 3bft. Wir können unseren Kurs prima anlegen.

Und dann wird der Wind stärker. Also Reff 1 ins Großsegel.

Und der Wind wird stärker. Genua gerefft.

Und der Wind wird stärker. Reff 2 ins Großsegel.

Bis dahin sind wir schön gesegelt. Es ging gut voran. 14 Meilen.

Als der Wind dann in Böen 30 Knöteriche erreichte haben wir dann die Segel ganz geborgen. Außerdem lag eine Kursänderung nach Südwest an und Elke hat es ja nicht so mit dem Kreuzen. 

Die Wellen erreichten schnell ihre 2m.  Steile, hackige Windsee über 10m tiefem Wasser. Das hat ein paar Mal ordentlich geknallt, wenn wir in ein Wellental fielen. Beim Austeuern der Wellen musste man sehr konzentriert sein. Und es waren noch 25 Meilen. Und immer gegenan. Die Windgeschwindigkeit lag immer im oberen Zwanziger Bereich, gern auch mal über 30 Knoten. In Spitzen erreichte der Wind 35 Knoten. Immer auf die Nase, selbstverständlich.

Mir war schon etwas mulmig. Die Teenies verkrochen sich in die Koje. Karsten und ich steuerten abwechselnd. Nördlich von uns sendete eine Yacht Mayday. Ein weiterer Frachter brauchte Hilfe. Das konnte man alles schön am Funk verfolgen. Beruhigend war es nicht.

Beim eiligen Einholen der Segel hatte ich leider das Vorsegel nicht richtig eingerollt. Ein Stück vom Achterliek flatterte munter im Wind und hielt nicht stand. Vorsegel kaputt! Wenn nur der Motor nicht ausfällt.

So gegen 20 Uhr hatten wir die Zufahrt zum Nakskovfjord, im Südwesten von Lolland erreicht. Wir wollten nach Langö. Das Fahrwasser dort hinein ist ziemlich eng aber bis zum abbiegenden Fahrwasser zum Hafen von Langö gut betonnt. Die Ansteuerungstonne nach Langö sieht aus wie ein weißer Besenstiel mit rundem Besen als Topzeichen. Dort war ich ein wenig irritiert und wollte langsam fahren, mit geringer Drehzahl. Da ging der Motor aus. Enges Fahrwasser, Wind von Steuerbord und kein Antrieb. Super!

Wir konnten den Motor mit ein paar Startversuchen wieder überreden für uns zu arbeiten. Auf, Richtung Hafen. Drei Paar rote und  grüne Besenstiele mit Bürstentopzeichen wiesen uns den Weg und zwei Richtmarken waren auch noch da um den Fischern den Weg in ihren Hafen zu weisen und uns natürlich auch. Es wurde schon dunkel, muss ich noch ergänzen.

Kurz vor dem Hafen konnte ich dann die Einfahrt erkennen. Doch davor steht noch so eine Untiefentonne rum. Links davor, so sah es jedenfalls aus. Also vorwärts, zur Einfahrt in den schützenden Hafen!

Bei konstanter Drehzahl wurde das Schiff langsamer. Was soll das denn? Dann stehen wir beinahe und da fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren, dass man an einer Osttonne ganz schlecht westlich vorbeikommt. Siedent heiß wurde mir klar, wie ich in den Hafen einfahren musste. Ruder hart Backbord, Elke dreht und wir kamen zum Glück so heraus aus dem Dreck, wie wir hineingekommen waren. Was war ich erleichtert!

Fender waren schon draußen, die Leinen klar und der Anker bereit, falls der Motor wieder ausfällt. Rein in den Hafen und die übernächste Box zwischen zwei anderen Yachten sollte die unsere werden.

Der Motor enttäuschte mich nicht! Beim Zurücknehmen der Drehzahl fiel er aus!

Ohne Motor. Im engen Hafen. Absoscheißolute Oberklasse!

Ich habe zum Glück richtig reagiert und den Bug noch zu den luvwärtigen Pfählen gebracht, damit Karsten, am Bug stehend, eine Leine drüberlegen konnte. Karsten hatte schon den Anker fallen lassen und war ein wenig abgelenkt und kriegte die Leine nicht fest! Das Heck war zu weit von den Pfählen entfernt, so dass Felix die Achterleine nicht ausbringen konnte. Aber Karsten hatte noch Zeit für einen zweiten Versuch und der klappte. So hingen wir zwar ein wenig quer im Hafen rum, waren aber erst mal fest. Erleichterung!

Mit der Hilfe von einer anderen Yacht, deren Namen ich mir leider nicht gemerkt habe, konnten wir eine weitere Leine ausbringen und uns in die Box hangeln. Das Anlegebier lag dann ein bißchen zittrig in der Hand.

Bilanz des Tages: 52 Seemeilen, davon 14 gesegelt. Vorsegel kaputt. Motor in ungewissem Zustand.

29. Juli 2009

Die letzte Ankerbucht

Abgelegt unter: Auf See — Bodo @ 19:10

Von Rodvig hatten wir eine gute Fahrt. Bis zur Ansteuerung zur Zufahrt zwischen Moen und Seeland fuhren wir schön und schnell am Wind mit geschätzt weiteren 50 Yachten in der näheren und weiteren Umgebung. Und viele kamen uns auch entgegen. Auch in der engen Passage zwischen den Inseln konnten wir eine weite Strecke segeln bis der Wind Albernheiten machte und fast ganz wegblieb. Und dann kamen die Fliegen zurück!

Motor an und Gas geben, vor dem Ekel auf der Flucht! So schlimm wie gestern war es nicht. Wir machten auch nicht den gleichen Fehler wie gestern, die Fliegen zu erschlagen. Man muss sie zwischen die Finger nehmen, kurz knacken lassen und dann ins Wasser werfen. Na, ist das lecker?

Wir haben uns dann mittels Echolot und Navionicskarte in eine Ankerbucht gefunden. Hier ist sie, zwischen Seeland im Norden, Falster im Südwesten und Moen im Südosten, nördlich der Insel Bogoe:

Ankerbucht Bogoe

Hier ergaben wir uns den erquicklichen Tätigkeiten wie Baden, Beiboot fahren, die Welt von oben sehen (Felix) und es uns auch sonst gut gehen lassen. Hier ein paar Bilder:

Schwächeanfall

Abgelegt unter: Allgemeines — Bodo @ 16:48

Im tristen Fischerhafen von Rodvig, nach einem leicht ekligen und trotzdem nicht billigen Essen im Hafenimbiss, in dem die Bedienung weder Englisch spricht und auch nicht freundlich sondern gestresst war, mir alles so vorkam wie auf Usedom in der Hochsaison und mich zudem das eine und andere nervte, hatte ich Lust wieder nach Hause zu kommen.

28. Juli 2009

Biblische Plage

Abgelegt unter: Auf See — Bodo @ 18:39

Von Kopenhagen kommend passierten wir gegen Mittag die Öresundbrücke. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk. Zudem konnte ich vor der Reise eine Dokumentation vom Bau sehen, so dass ich mir noch ein wenig mehr vorstellen konnte.

Nachdem wir dann die Brücke passiert hatten und noch ein Stück weg waren, blieb der Wind aus. Unter Motor näherten wir uns Rodwig, was auch noch auf Seeland liegt, etwa 30 Seemeilen südlich von Kopenhagen. Plötzlich waren wir von Fliegen umgeben. Es waren diese Schwebfliegen, die sich als Wespen getarnt haben. Solche Mengen habe ich noch nie gesehen. Irgendwo in der Apokalypse war doch von einer Fliegenplage kurz vor dem Weltuntergang die Rede. Ich hoffe doch es ist noch nicht so weit.

Im Kampf habe ich glatt vergessen zu fotogafieren. Nur ein Rest war noch da:

Fliegenplage

 Für hundert Schwebfliegen, die Felix erschlagen hat, kamen 200 dazu. Das Cockpit war fliegenverschmiert. Der Ekel trieb Helena in die Kabine. Es wurde erst besser als wieder Wind aufkam. Da konnten wir den Kampf gewinnen. Eine der ersten Maßnahmen im Hafen war Deck schrubben.

Wir liegen in Rodwig, im Fischereihafen. Es ist so voll, dass wir zu fünft im Päckchen liegen müssen. Und ich hätte so gern Wasser und Strom gehabt, um das Boot zu richtig zu säubern…

27. Juli 2009

In Kopenhagen

Abgelegt unter: Sehenswürdigkeiten — Bodo @ 18:14

Der letzte Teil des gestrigen Tages war ruhiges Segeln im geschützten Wasser zwischen Schweden und Seeland, der dänischen Insel, auf der Kopenhagen liegt. Es war schon dunkel als wir das erlaubte Fahrwasser zum Zentrum Kopenhagens erreichten. Die Fahrwassertonnen waren wieder nur mit Handscheinwerfer zu sichten. Wir brauchten ein Weilchen einen Liegeplatz zu finden und sind zufrieden im Nyhavn, in zweiter Reihe an einer anderen Yacht, eingeschlafen.

Lange Schlafen war versprochen und so verholten wir uns gegen elf an die Kaimauer. Viele Yachten waren schon ausgelaufen, so dass Platz war.

Nach dem Frühstück gingen wir eine Runde durchs Städtchen. Kopenhagen gefällt mir gut. Ein lebhaftes Zenrum mit vielen Geschäften, Menschen, Schaustellern und relativ wenig Verkehr. Einige illustre Gestalten laufen herum und es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Am Tivoli sind wir zu Felixens Bedauern vorbeigelaufen. Mittag haben wir in einemRestaurant am Hafen gegessen.

Zurück auf dem Schiff durfte jeder mal machen was ihm Spaß macht. Drei von uns hielten Mittagsruhe und einer hat sich im Szeneviertel umgetan und Kifferkommunen besichtigt.

Bis jetzt liegen wir kostenlos hier im Nyhavn. Wir haben Stromanschluss aber das ist auch schon alles. Im nahen Seemannsheim kann man aber gegen Entgeld duschen und nebenbei Billard spielen. Es gibt nämlich nur eine Dusche mit Aufenthaltsraum davor.

Nun sind wir gespannt auf das Nachtleben hier. Es stehen diverse Bühnen und viele Kneipen haben auch Livemusik. Schaunmermal.

Willst du mal schauen?

26. Juli 2009

Der dritte tolle Segeltag in Folge

Abgelegt unter: Auf See — Bodo @ 19:08

Gestern sind wir schon nach Halmstadt gebraust. Und schönes Wetter noch dazu.

Heute sind wir von Halmstadt aufgebrochen nachdem Isabell den Zug nach Göteborg zum Flieger genommen hat und wir unsere Vorräte ergänzt haben. Im Hafen war es noch ganz nett mit Windstärke drei bis vier aus West. Sowie wir aus der Hafenausfahrt waren hatten wir gleich vier bis fünf Windstärken und einen Meter Welle. Beides nahm schnell zu. Hoch am Wind fühlte sich derselbe gleich an wie fünf bis sechs Beaufort. Wellen wuchsen nicht in den Himmel aber auf zwei Meter. Ab und zu war auch eine dabei, die mir über die Mütze ragte während ich auf der hohen Kante saß. Also waren das gewiss 2,5 m. So nahe war ich so großen Wellen noch nie.

Die beiden Tennies steckten das locker weg und wir, Karsten und ich, waren schwer begeistert. Es war wirklich tolles Segeln. Die gute “Elke” hat sich toll benommen. Auch die zwei Wenden für einen Schlag von einer Insel weg gingen gut. Vor vier Wochen hätte ich vor solchem Wetter großen Respekt gehabt. Heute war das einfach gut. Sicher haben die beiden Tage zuvor mit dazu beigetragen. Das Segeln wurde schwieriger aber der Spaß daran größer.

Kurz vor Helsingoer hatten wir 40 Meilen unter Segel in weniger als sieben Stunden gesegelt. Und so haben wir beschlossen, noch heute nach Kopenhagen weiter zu fahren.

Unter Land (Dänemark!) hatten wir noch ein Stück Raumschotskurs mit achterlicher Welle. Karsten hat dabei den Geschwindigkeitsrekord auf dem BordGPS gebrochen. Bei Maxspeed steht jetzt 11,4 kn. Ist der Junge stolz.

Auf einem Amwindkurs mit Wind aus West steuert uns Helena Kopenhagen entgegen . Zwischen zehn und elf werden wir wohl dort sein. Hier kann man zwischen den Zeilen lesen, dass wir noch unterwegs sind. Zwischen Schweden und Dänemark im Öresund habe ich Internet! Was für ein Tag.

24. Juli 2009

Ein toller Segeltag

Abgelegt unter: Auf See — Bodo @ 20:00

Wir sind heute früh von Göteborg mit einem günstigen Wetterbericht aufgebrochen. Wind aus West, vorübergehend auf Südwest drehend. Auf dem Weg nach Süden war ein Südwest gerade noch annehmbar.

Die Fahrt aus Göteborg heraus war beeindruckend. Ein breites Wasser führt durch eine Großstadt. Industrie am Wegesrand ist zwar nicht gerade idyllisch aber die Betriebsamkeit und der Verkéhr auf dem Wasser waren schon interessant. Getankt haben wir auch noch und folgten dann dem Fahrwasser bis zur Tonne 28. Dort bogen wir ab. Segel hoch und ab ging es! Und dann sind wir 46 Seemeilen gesegelt! Am Stück! Wind, der so bläst, dass wir so fahren können wie wir es wollen,war eine völlig neue Erfahrung. Zwei, drei Mal war noch ein kleiner Schlag gen Westen nötig. Das hat unsere Segelbilanz enorm verbessert.

Die Schären umGöteborg sind sehr schön und wieder ganz anders als die  anderen Schären, die uns bisher begegnet waren. Bildschön. Und es waren auch eine Menge Segler unterwegs. Viel mehr als uns bisher begegnet sind. Da wir aber den Wind meistens von Steuerbord hatten war das Wegerecht meistens unser.

Und dies war unser Weg heute: Von Göteborg bis Varnberg 

In Varnberg ist der Teufel los. Wir liegen im Stadthafen im Päckchen. Hier tobt ein Volksfest mit Rummel. Holladiho.